Osteoporose


Unsere Knochen sind keine statischen Gebilde, sondern ein sich ständig entsprechend der Beanspruchung optimal anpassendes Stützsystem. Veränderungen der Bewegungsgewohnheiten, der Ernährung und des Hormonsystems beeinflussen den Knochenstoffwechsel massgebend. Kommt es zu Störungen des Knochenumbaus kann ein zunehmender »Knochenschwund« - die Osteoporose eintreten.

Die Ursache der Osteoporose: Die Knochen aufbauenden Zellen(Osteoblasten) arbeiten nur noch eingeschränkt, es kommt zu einer Dominanz der Knochenabbauer (Osteoklasten). In Folge dieses Ungleichgewichts verlieren die Knochen zunehmend an Elastizität und Festigkeit. Im schlimmsten Fall können Sie bereits bei kleinsten Belastungen zusammenbrechen.

Von der Osteoporose betroffen sind mittlerweile entgegen allgemeiner Meinung nicht nur jede zweite Frau sondern auch jeder fünfte Mann in Deutschland. Die Auslöser eines solchen Knochenschwunds sind teilweise schon im Kindesalter vorbestimmt und vorhanden.

Mögliche Ursachen:


  • Hormonumstellung in den Wechseljahren bei Mann und Frau
  • mangelnde Bewegung und Sport
  • unausgewogene calciumarme Ernährung
  • schlechte Versorgung mit Vitamin D (mangelnde Sonneneinwirkung)
  • »Alltagsgifte« wie Nikotin, Alkohol und Kaffe
  • Medikamente wie Cortison, Blutverdünner, Schmerzmittel und Chemotherapeutika

Erste Alarmzeichen einer Osteoporose sind zunehmende Schmerzen des gesamten Skeletts und Knochenbrüche der Hüfte und Wirbelsäule, die schon bei kleinsten Stürzen auftreten. In solchen Fällen sollten Sie sich schnell zu einer speziellen Untersuchung und Diagnostik entschliessen.

Die DEXA-Untersuchung bestimmt mit geringster Röntgenstrahlung die individuelle Knochendichte der Lendenwirbelsäule und der Hüftschenkelhälse. So kann das Stadium einer Osteoporose exakt festgestellt und die entsprechende Therapie geplant werden.

Phasen einer Osteoporose

beginnender Knochensubstanzverlust

Bei einem beginnenden Knochensubstanzverlust (Osteopenie) kann sich die Knochendichte wieder normalisieren, wenn Sie

  • ausreichend Calcium zu sich nehmen (Joghurt, Käse, Quark, Milch und frischen Fisch)
  • sich viel an der frischen Luft bewegen, weil die Sonnenstrahlen die körpereigene Produktion von Vitamin D ankurbeln
  • mit einem leichten stabilisierenden Muskelaufbautraining beginnen
fortgeschrittene Osteoporose

Bei einer bereits fortgeschrittenen Osteoporose können bestimmte Wirkstoffe die Funktion der knochenabbauenden Osteoklasten und damit den weiteren Abbau und Verlust von Knochenmasse hemmen und reduzieren. Zu empfehlen ist dann neben der entsprechenden Ernährung und Bewegung die Einnahme von Präparaten mit Calcium, Vitamin D und knochenstabilisierende Bisphophonaten.

manifeste Osteoporose

Im Falle einer manifesten Osteoporose kann es zusätzlich notwendig sein, auch knochenaufbauende Hormone einzusetzen. Kommt es dennoch durch Belastung oder einen Sturz zum Einbrechen der Wirbelkörper können mit zunehmenden Einsinken des Bruchs massive Schmerzen auftreten. Einfache Schmerzmittel sind dann oft nicht ausreichend wirksam und die Betroffenen versuchen, jeder Bewegung und Belastung aus dem Weg zu gehen. Wer sich jedoch kaum bewegt verliert immer mehr Knochenmasse. Die Folge: Immer mehr Wirbelkörper brechen in sich zusammen, die Patienten verlieren an Körpergrösse und entwickeln einen Rundrücken, im Volksmund oft als »Witwenbuckel« bezeichnet.

minimalinvasive Kyphoplastie

Die minimalinvasive Kyphoplastie (wörtlich Wiederaufbau der Wirbelsäulen-krümmung) ermöglicht es, eingebrochen Wirbelkörper wieder auf zu richten und zu stabilisieren. Dabei bringt der speziell ausgebildete Orthopäde feine Hohlnadeln in den Wirbelkörper eine und platziert einen sog. Ballonkatheter im Inneren des Wirbelkörpers. Durch schrittweises Aublasen richtet sich der Bruch wieder auf und es entsteht ein Hohlraum, der mit einem speziellen Knochenzement »ausgespritzt« werden kann. Dadurch wird die rekonstruierte Form des Knochens stabilisiert und schmerzhafte Mikrobewegungen sind nicht mehr möglich. Hinzu kommt, dass beim Abbinden des Knochenzements eine gewisse Wärme entsteht, die ebenfalls die lokalen Knochenschmerzen reduziert. Der Patient kann sich bereits am Tag nach der Operation wieder bewegen und sogar aufstehen. Somit sind einschränkende Behandlungen wie z.B. Bettruhe oder ein Stützkorsett nicht mehr zwingend notwendig.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Menüpunkt Minimalinvasive Wirbelsäulentherapie - Kyphoplastie.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die konservative Orthopädie zu den Themen:


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